Schutz vor HIV beim Sex

Informationen in Leichter Sprache
Sie können sich beim Sex vor HIV schützen.

Es gibt dafür 3 Möglichkeiten:
- Kondome und Femidome
- Schutz durch Therapie
- PrEP zur Vorbeugung
Hier erklären wir die 3 Möglichkeiten:
1. Kondome und Femidome

Kondome schützen Sie beim Sex vor HIV.
Ganz ähnlich sind Femi-dome.
Das sind Kondome für Frauen.
Sie werden in die Scheide gelegt.
Kondome und Femidome sind aus
einer dünnen Hülle.
Da kann kein HIV durch.

Mehr Infos zum Kondom in Alltags-Sprache:
www.aidshilfe.de/kondome-schuetzen
Mehr Infos zum Femidom in Alltags-Sprache:
www.aidshilfe.de/femidome-schuetzen

Wichtig:
Sie müssen das Kondom
oder Femidom richtig benutzen.
Nur dann schützt es vor HIV.
Zum Beispiel:
Benutzen Sie nur Gleit-Mittel ohne Fett.

Gleit-Mittel mit Fett machen das Kondom
oder Femidom kaputt.
Deshalb gilt zum Beispiel:
- Keine Körper-Creme
- Keine Butter oder Margarine
- Kein Öl
- Keine Vaseline

Wie Sie das Kondom richtig benutzen,
erfahren Sie hier:
Link zur Seite in Leichter Sprache
Mit Kondomen und Femidomen können Sie
beim Sex nicht schwanger werden.
Und Sie stecken sich nicht so leicht mit
anderen Geschlechts-Krankheiten an.
2. Schutz durch Therapie

Therapie ist ein schweres Wort für:
Eine Behandlung beim Arzt oder einer Ärztin.
Schutz durch Therapie heißt:
Eine Person hat HIV.
Die Person ist in Behandlung.
Die Person nimmt HIV-Medikamente.

Dann sind wenig Viren im Blut.
Das dauert ungefähr ein halbes Jahr.
Dann kann HIV nicht mehr übertragen werden.
Auch nicht beim Sex ohne Kondom.

Wichtig:
Die Person mit HIV muss
die HIV-Medikamente regelmäßig nehmen.
Sie muss regelmäßig zum Arzt oder zur Ärztin.
Der Arzt oder die Ärztin muss prüfen,
ob die Medikamente wirken.

Achtung:
Die Therapie ist ein sicherer Schutz.
Sie schützt Sie vor HIV beim Sex.
Die Therapie schützt aber nicht vor
anderen Geschlechts-Krankheiten.

Hier finden Sie mehr Infos in Alltags-Sprache.
3. PrEP

PrEP ist die Abkürzung für:
Prä-Expositions-Prophylaxe.
Prä steht für: vorher.
Exposition heißt:
Man kann sich mit HIV anstecken.
Das spricht man so: Ex-po-si-zion.
Prophylaxe bedeutet: verhindern.
Das spricht man so: Pro-fi-laxe.

PrEP bedeutet:
Menschen ohne HIV nehmen Medikamente.
Die Medikamente verhindern,
dass Sie HIV bekommen.
Damit können Sie sich vor HIV schützen.
Zum Beispiel:
Wenn die Gefahr von HIV sehr groß ist.
Wenn Sie sich mit HIV anstecken können.
Zum Beispiel:
Bei Männern, die Sex mit Männern haben.
Und beim Sex keine Kondome nehmen.

Die Kranken-Kasse bezahlt dann
- für die Medikamente.
- Und für den Arzt oder die Ärztin.
Hier finden Sie mehr Infos in Alltags-Sprache.

Wichtig:
- Sie müssen regelmäßig zum Arzt
oder zur Ärztin gehen. - Ihr Arzt oder Ihre Ärztin sagt Ihnen,
wie Sie die Medikamente nehmen müssen.
Sie müssen sich daran halten.
Hier finden Sie mehr Infos in Alltags-Sprache.

Der Arzt oder die Ärztin muss regelmäßig prüfen:
- Ob Ihre Nieren gesund sind.
- Ob Sie sich mit HIV angesteckt haben.
Zum Beispiel:
Wenn Sie vergessen haben,
die Medikamente zu nehmen. - Ob Sie andere Geschlechts-Krankheiten haben.
Hier finden Sie mehr Infos in Alltags-Sprache.

Wichtig:
Die PrEP ist ein sicherer Schutz.
Sie schützt Sie vor HIV beim Sex.
Die PrEP schützt aber nicht vor
anderen Geschlechts-Krankheiten.

Hier finden Sie mehr Infos in Alltags-Sprache.
Im Notfall

Sie haben Sex mit einer Person mit HIV.
Die Person nimmt keine HIV-Medikamente.
Sie benutzen kein Kondom oder Femidom.
Sie nehmen keine PrEP.
Dann können Sie HIV bekommen.

Mit Medikamenten kann man das verhindern.
Wir sagen dazu auch: PEP.
Die Abkürzung PEP steht für:
Post-Expositions-Prophylaxe.
Post bedeutet: Danach.

PEP bedeutet:
Sie nehmen nach der Ansteckungs-Gefahr
4 Wochen lang jeden Tag 2 Medikamente.
Wichtig:
Sie müssen die Medikamente
so früh wie möglich nehmen:
Am besten innerhalb von 24 Stunden nach dem Sex.
Spätestens innerhalb von 48 Stunden.

Es gibt keine Garantie,
dass die Medikamente wirken.
Sie sind nur für den Notfall.

Hier finden Sie mehr Infos in Alltags-Sprache.
Rechte an Text und Bild:
Die Bilder gehören:
Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e. V.,
Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.
Nicole Riegert
Zusatzinformationen zur Übersetzung und Prüfung:
Der Text ist von der Deutschen Aids-Hilfe.
Hier finden Sie die Infos in Alltags-Sprache.
Link: www.aidshilfe.de/safer-sex
Das Atelier Leichte Sprache hat den Text übersetzt.
Menschen mit Behinderungen haben den Text geprüft.